Klassische Mobilität kennt kein Alter - zumindest, was die Fahrerinnen und Fahrer angeht. Entgegen dem Stigma, dass die Oldtimerei nur was für "alte Hasen" sei, hat Sarah Blepp eine Community junger Old- und Youngtimer-Fans gegründet, um sich auszutauschen und gemeinsam an Vintage Races teilzunehmen.
Die Next Gen Classic Racer starten beim Vintage Demo Race in Gruppe 4 zu folgenden Startzeiten:
| Datum |
| 2. Runde |
| Fr., 12.06. | 11:10 - 11:25 Uhr | 16:15 - 16:30 Uhr |
| Sa., 13.06. | 10:10 - 10:25 Uhr | 13:50 - 14:05 Uhr |
| So., 14.06. | 9:58 - 10:10 Uhr | 12:58 - 13:10 Uhr |
Außerdem tritt die Gruppe täglich auf der DEUVET Bühne in Halle A4, Stand 205 auf:
- Freitag, 12.06: 15 – 15.30 Uhr
- Samstag, 13.06.: 16.30 – 17.00 Uhr
- Sonntag, 14.06.: 15.30 – 16.00 Uhr
Die Next Gen Classic Racers im Detail
Sarah Blepp
Die 27-Jährige kommt von der Schwäbischen Alb und ist in der Werkstatt ihres Papas großgeworden. In ihrem 1967er Volvo 142 S hat sie das Fahren gelernt. Heute heizen die beiden gemeinsam damit auf Rundstrecken und Bergrennen.
Ein besonderes Schmuckstück
Das Auto wurde ursprünglich in der Scuderia Filipinetti in der Schweiz aufgebaut und lief lange Zeit nur in der Schweiz auf Bergrennen. Nachdem es dann für einige Jahre verschollen war, fand es Sarah's Papa in einer Scheune auf und hat es nach und nach wieder fahrtüchtig gemacht.
Fun Fact: Um das normalerweise eher schwere Gewicht des Gefährts so weit wie möglich zu reduzieren, mussten Sarah und ihr Papa einige Löcher in die Karosserie bohren, weshalb das Auto von innen nun einem schweizer Käse ähnelt.
Juliana Meßmer
Schon als Kind hat die 22-Jährige immer bei den Rennen ihres Vaters zugeschaut. Mit dem Alfa Romeo Giulia hat ihr Vater bereits beim Scuderia del Portello und beim Histo Cup teilgenommen. Mit 18 hat Juliana dann das Gefährt ihres Vaters übernommen, darin fahren gelernt und direkt ihr erstes Race bei der Klassikwelt Bodensee absolviert.
Vom Straßenauto zum Race Car
Bevor „Giulia“ zum Rennfahrzeug wurde, war sie zwei Jahre lang als ganz normales Straßenauto unterwegs. Für die Teilnahme an den Rennen wurde das Schmuckstück anschließend vollständig nach den Reglements der Scuderia del Portello und des Histo Cups umgebaut. Dabei wurde konsequent auf Originalteile gesetzt – ohne jegliches Tuning. So präsentiert sich „Giulia“ bis heute in einem authentischen, reglementkonformen Zustand und bewahrt ihren ursprünglichen Charakter.
Alexander von Rauchhaupt
Seine Leidenschaft und sein Know-How zu klassischen Gefährten verdankt der 31-jährige seinem Vater. Dieser hatte früher nicht nur einen Restaurationsbetrieb, sondern ist ebenfalls selbst Rennen gefahren, bei denen Alexander immer zuschauen durfte. Sobald er alt genug war, hat er dann selbst mit Bergrennen angefangen.
Premiere bei der Klassikwelt Bodensee 2026
Mit seinem Autobianchi A 112 Abarth tritt Alexander in diesem Jahr zum ersten Mal beim Vintage Racing der Klassikwelt Bodensee an. Mit einem Liter Hubraum, etwas über 70 PS, Frontantrieb und knapp unter 700 kg Gesamtgewicht entspricht das Schmuckstück nicht nur den Vorgaben der Rennautos aus dem Autobianchi Cup, sondern lässt sich zudem laut Alexander vor allem in engen, kurvenreichen Strecken sehr quirlig fahren.
Philipp Struck
Durch seinen Vater hat er nicht nur die Oldtimerei kennen und lieben gelernt. Auch mit der Begeisterung für den beliebten VW Käfer hat sein Vater ihn angesteckt, als dieser sich die Cabrio-Version für die Straße aufgebaut hat. Einige Jahre später ist Philipp dann seinem jetzigen Käfer begegnet, und seitdem sind die beiden unzertrennlich.
Kein herkömmlicher Käfer
Das besondere an Philipp's VW Käfer 1303: Es ist ein Rechtslenker. Mit seinen knapp 180 PS ist das klassische Gefährt bereits in den 90ern beim Käfer Cup mitgefahren.