Ein ehemaliger Ausstellungsbus für Kühlschränke aus den 1960er Jahren, ein seltener BNC Monthlery von 1928 und draußen auf dem Messerundkurs fahren historische Tourenwagen um die Wette: Die Klassikwelt Bodensee zeigte vom 12. bis 14. Juni einmal mehr die ganze Bandbreite klassischer Mobilität. 40 600 Oldtimer-Fans (2025: 40 300) strömten an den drei Eventtagen auf das Friedrichshafener Messegelände und erlebten historische Fahrzeuge, Technik und Fahrkultur zu Lande, zu Wasser und in der Luft. Rund 800 Teilnehmende sorgten in den zwölf Messehallen, auf den Freigeländen und dem Messe-See für ein abwechslungsreiches Programm für alle Altersgruppen. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher reisten mit ihren eigenen Klassikern an und machten die kostenlose Oldtimer-Parkarena erneut zu einem lebendigen Treffpunkt der Szene.
„Das Interesse an klassischen Automobilen bleibt weiterhin hoch – das zeigte sich vor allem an der durchweg positiven Stimmung auf dem Gelände“, resümieren Messegeschäftsführer Klaus Wellmann und Projektleiter Holger Ewald. „Die Klassikwelt Bodensee verbindet Leidenschaft, wertvolle Kontakte und gelebte Fahrkultur. Gemeinsam mit dem Verkaufscharakter macht diese einzigartige Mischung die Veranstaltung seit Jahren zu einem wichtigen Treffpunkt der Oldtimer-Community.“
Ein besonderes Highlight war das Vintage Demo Racing mit rund 300 Rennfahrzeugen. Mit dabei waren auch die „Next Gen Classic Racers“ – eine Gruppe junger Fahrerinnen und Fahrer, die ihre Begeisterung für historische Rennfahrzeuge an die nächste Generation weitergeben möchte. Außerdem gingen auch originale DTM-Fahrzeuge und Nachbauten der Tourenwagen Golden Ära an den Start. Für zusätzlichen Nostalgiecharme sorgten die liebevoll gestalteten Sonderschauen, darunter „Vergangene Marken“, „Klassiker der 90er“ sowie historische Busse und Feuerwehrfahrzeuge.
Besondere Atmosphäre bis an die Uferpromenade
Holger Ewald und Klaus Wellmann ziehen auch eine positive Bilanz zur zweiten Ausgabe des „Sunset am See“: „Es war schön zu sehen, wie sich die besondere Atmosphäre der Klassikwelt Bodensee bis an die Uferpromenade fortgesetzt hat.“ Nach einem Messestart mit Regenschauern, klarte der Himmel pünktlich auf, als sich rund 95 historische Fahrzeuge vom Messegelände auf den Weg zur Uferpromenade machten. Das historische Schiff „Gustav Prym“ auf dem Wasser, eine beeindruckende Flugvorführung der Siai Marchetti und die musikalische Begleitung von Solokünstler King Ralf sorgten für einen stimmungsvollen Ausklang des ersten Messetages. „Das Sunset am See ist für mich ein absolutes Highlight unter allen Messen in Deutschland,“ resümiert Andreas Herz, Vorstand beim Bundesverband der zertifizierten Gutachter für historische Fahrzeuge e.V.
Großer Zuspruch bei Teilnehmenden und Besuchern
Die Vielfalt der Klassikwelt Bodensee spiegelte sich nicht nur im Programm wider. „Ich besuche die Messe bereits seit 15 Jahren. Die Klassikwelt Bodensee ist eine wunderbare Verkaufsmesse, die gleichermaßen ein vielfältiges Rahmenprogramm zu bieten hat“, berichtet Besucher Ralf Birwe auf Instagram. Das sieht Dietmar Götz, CEO der Klima-Lounge Götz GmbH ähnlich: „Die Kombination aus Händlerangebot und Rahmenprogramm macht die Klassikwelt Bodensee besonders dynamisch. Aus unserer Sicht ist sie die beste Messe ihrer Art. Der familiäre und unkomplizierte Umgang zwischen Organisatoren und Ausstellern ist einzigartig.“
Nils Pfeifer nahm als Geschäftsführer bei Nils Pfeifer Collectible Automotives GmbH in Zusammenarbeit mit dem Techno Classica Salon Dortmund erstmalig teil und sieht ein klares Alleinstellungsmerkmal: „Was die Klassikwelt Bodensee von anderen Veranstaltungen in ihrer Branche unterscheidet, ist die spürbare Liebe zum Detail und die hohe Qualität des Angebots. Hier geht es noch wirklich um das klassische Automobil.“ Auch Markus Erni, Co-Präsident des Laverda Clubs zeigt sich sehr zufrieden: „Unsere Erwartungen wurden nicht nur erfüllt, sie wurden übertroffen! Das Echo der Kundinnen und Kunden war sehr positiv und auch der Informationsaustausch war sehr gelungen.“ Dass die Vielfalt nicht nur in der Messe selbst lag, sondern auch beim Publikum, nahm Wolfgang Frobeen, Inhaber der Autoschmiede deutlich wahr. „Das Publikum ist sehr vielfältig – vom Schrauber bis hin zum potenten Kunden für hochkarätige Fahrzeuge ist alles vertreten,“ berichtet er.
Für die Teilnehmenden hat die Klassikwelt Bodensee einmal mehr gezeigt, welchen Stellenwert persönliche Begegnungen in der Branche weiterhin haben. „Die Kommunikation, die Kontakte und die Erlebnisse, die hier entstehen, gibt es nur auf Messen“, sagt Dietmar Götz. Nils Pfeifer ergänzt: „Die Zukunft von Messen liegt nicht ausschließlich in ihrer Funktion als Verkaufsplattform, sondern vor allem in ihrer Rolle als Multiplikator und Instrument für den Markenaufbau.“
Infos und Öffnungszeiten
Die nächste Klassikwelt Bodensee findet vom 4. bis 6. Juni 2027 statt.